Gesetzliche Krankenversicherung — lohnt sich ein Vergleich?
Warum soll man Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) und Gesetzliche Krankenversicherung eigentlich miteinander vergleichen? Sie haben alle — GKV und zweite GKV und dritte, vierte, fünfte… GKV – Gesellschaft — ab 2009 denselben Beitragssatz von 15,5% und müssen auf jeden Fall die gesetzlich vorgeschriebenen Leistungen aus dem offiziellen Leistungskatalog anbieten. Macht ein Krankenversicherungsvergleich da überhaupt noch Sinn? Durchaus… und das gleich aus mehreren Gründen. Einen wichtigen haben wir ja bereits im Eingangstext über Krankenkassen angesprochen. Die Krankenkassen haben nämlich durchaus das Recht, den Beitragssatz für die jeweilig angebotene Gesetzliche Krankenversicherung zu unter- oder zu überschreiten. Maximal ein Prozent des Bruttoarbeitslohns eines Versicherten darf beispielsweise ein Zusatzbeitrag erreichen, der bei der GKV erhoben werden kann, wenn die Krankenkasse finanziell Probleme bekommt. Sie haben dann, wenn das geschieht, allerdings das Recht, die Gesetzliche Krankenkasse sofort zu wechseln. Ihr Krankenversicherer kann Sie allerdings auch an seinen Erfolgen teilhaben lassen; geht es ihm finanziell gut, so darf er Ihre Beitragszahlungen reduzieren, sodass auch Sie davon profitieren. Im GKV Vergleich sollten Sie demnächst also auch darauf schauen, wie sehr und wie oft die Krankenversicherer sich bei Beitragszahlungen innerhalb des vorgegebenen Rahmens nach oben oder unten bewegt haben.
Auch bei den Leistungen unterscheidet sich die eine Gesetzliche Krankenversicherung von der anderen GKV in Deutschland. Die Basisleistungen wie z.B die Behandlung einer Hornhautverkrümmung müssen sie alle anbieten; andere Leistungen jedoch sind freiwillig. Kosten für alternative Heilangebote wie etwa Homöopathie werden von GKV zu GKV unterschiedlich übernommen; manch eine Gesetzliche Krankenversicherung hat so etwas im Programm, manch andere jedoch nicht. Vergleicht man die Private Krankenversicherung und die Gesetzliche Krankenversicherung, so bietet die private mehr Flexibilität, was Versicherungsleistungen angeht, allerdings hat auch die GKV ihre Vorteile. Vorteil 1: Kinder können beitragsfrei mitversichert werden, wenn Sie als Beitragszahler gesetzlich krankenversichert sind; Sie zahlen dann also Ihren Beitrag für sich und nichts für die Kinder. Das ist anders, wenn Sie sich für die Private Krankenversicherung entscheiden. Vorteil 2: Sie durchlaufen keine Gesundheitsprüfung, wenn Sie gesetzlich krankenversichert sein möchten, was bedeutet: Sie werden als Versicherter bei der GKV nicht aufgrund gesundheitlicher Probleme abgelehnt. Der Nachteil, dass die GKV meist weniger medizinische Leistungen finanziert als die Private Krankenversicherung hierzulande, lässt sich natürlich aufheben, indem Sie von der GKV in die Private Krankenversicherung wechseln. Möglich wäre jedoch auch, dass Sie in der GKV verbleiben, sich im GKV Vergleich eine möglichst preisgünstige Gesetzliche Krankenversicherung aussuchen und sie durch eine passende private Krankenzusatzversicherung ergänzen. Aber über dieses Thema wollen wir auf einer gesonderten Seite noch sprechen.